Gartengestaltung

Pflanzplan erstellen leichtgemacht

pflanzplan

Zugegeben, anfangs hatte ich weder Plan noch Pflanzplan. Da war immer nur so eine ungefähre Ahnung, welcher Gartenliebling sich an welcher Stelle gut machen könnte. Dann kamen einige Test-Pflanzen hinzu, die sich trotz Vernachlässigung etablieren konnten, deswegen bleiben durften und auch zu Gartenlieblingen wurden.

Hier geht es  um..

  • meinem Blütezeitkalender und nach welchen Kriterien ich die Pflanzen ausgewählt habe und von
  • meinem Pflanzplan

Die Wunschfarben der Blüte und Blätter war im Beuteschema gespeichert, aber die Blütezeit berücksichtigte ich nur gelegentlich, geschweige denn Herbstfärbung oder Zeitpunkt des Neuaustriebes. Mit Blumenzwiebeln konnte ich mich anfangs gar nicht anfreunden, was dazu führte, dass vom Ende der Rosenblüte im Spätherbst bis zur Apfelblüte im Frühling keine einzige Blüte im Garten zu sehen war. Schade eigentlich. Da musste sich was ändern. Deswegen erstellte ich ausgehend von der Gartenidee und dem Gartenplan endlich auch einen Pflanzplan. Vielleicht ist es unorthodox, sich zuerst die Pflanzen-Favoriten rauszusuchen und dann einen Plan zu erstellen, aber sei´s drum, so habe ich es gemacht.

Pflanzenauswahl & Blütezeitkalender

Für unseren vollsonnigen Standort habe ich zunächst Pflanzen herausgesucht, die mir schlichtweg gefallen und zur Urlaubsfeeling-Idee passen. Wichtig war erstmal nur, dass in der Favoritenliste, Pflanzen dabei sind,

  • die in mein Farbschema passen
  • die als Leitpflanzen taugen und solche,
  • die als Begleitstauden, Bodendecker, Lückenfüller verwendet werden
  • die sehr früh oder sehr spät im Jahr blühen
  • die immergrün oder wintergrün sind
  • die einen vollsonnigen oder sonnigen Standort tolerieren
  • die schon im Garten sind.

Die Liste war anfangs recht lang, ist aber eine gute Vorbereitung für den Pflanzplan. Dann habe ich je Blühphase, z.b. April/Mai darauf geachtet, dass die Blüten und Blattfarben zu dem Zeitpunkt zusammenpassen. Außerdem sollten Vertreter jeder Größenklasse (hoch, mittelhoch, niedrig) vorhanden sind. Blatt- und Blütenform war ebenfalls ein Auswahlkriterium. Hatte ich zur gleichen Blütezeit beispielsweise Leitstauden mit gleicher Blütenform, habe ich versucht, mich für nur eine der Pflanzen entschieden.

Lavendel, Woll-Ziest, Yucca-Palme, Orangenblume, Säckelblume und Heiligenkraut sollen dem Garten das ganze Jahr über Struktur geben. Im zeitigen Frühjahr dürfen die Zwerg-Iris dann die Blühsaison eröffnen. Im Frühsommer zeigen dann die Hohen Bart-Iris, was sie können. Es folgen Rosen und verschiedene Lavendel. Im Spätsommer lassen Dauerblüher wie Prachtkerze, Patagonisches Eisenkraut und Bartblume die Saison ausklingen. Meine Bodendecker wie zum Beispiel Thymian, Zimbelkraut, Ehrenpreis und Polsterphlox habe ich der Übersicht wegen noch nicht in den Pflanzplan aufgenommen.

Der Pflanzplan

Da ich in der kalten Jahreszeit den Garten vor allem von drinnen sehe, sollte der Ausblick im Herbst/Winter möglichst freundlich sein. In die nächste Nähe zum Haus habe ich daher meine Lavendellieblinge sowie weitere wintergrüne bzw. immergrüne Pflanzen gesetzt. Für die Unterteilung von Mini-Bauerngarten zu mittlerem Garten soll zukünftig eine mittelhohe Hecke aus Eberraute sorgen. Sichtschutz sollen Bäume wie Holunder, Felsenbirne und weidenblättrige Birne bieten. Die Pflanzen sind möglichst in Gruppen von 3 oder 5 Pflanzen gesetzt. Diese Gruppen wiederum sind in Drifts oder Dreiecksformn arrangiert. Ausgenommen davon sind Solisten wie z.B. Yucca-Palme oder Orangenblume.

Fazit

Wie oft ich den Plan noch überarbeite, bzw. die Pflanzen noch umziehen werden? Bestimmt nicht nur einmal. Pläne können sich ja ändern und sind dazu da, nicht alles dem Zufall zu überlassen. Statt die Pflanzen in Gruppen zu arrangieren, eignet sich die eine oder andere Pflanze sicherlich auch, um im Prärie-Stil einzeln in Gruppen gemischt platziert zu werden. Oder im „New German Style„? Aber das steht dann auf einem anderen Pflanzplan und ist nur so eine Idee für den nächsten Garten.

Alternativen zum eigenen Pflanzplan

Als Garten-Neuling ist es gar nicht so einfach, die Bepflanzung zu planen. Man muss erst mal auf die Idee kommen, dass man das ja planen kann anstatt nur ins Gartencenter zu gehen und zu gucken, was gerade gefällt. Wer sich anfangs noch unsicher ist, welche Pflanzen zusammen passen, kann sich die fertigen Pflanzpakete ansehen, die in den Online-Shops von Gärtnereien angeboten werden. Weiterhin gibt es natürlich noch unendlich viele Gartenbücher, die auch Pflanzkombinationen vorstellen. Die folgenden Quellen* habe ich selber genutzt:

  • Der Staudenring stellt sieben verschiedene Staudenkombinationen für verschiedene Pflanzsituationen vor. Die Pflanzkalender zeigen sehr ausführlich wann und in welchen Farben die Pflanzen blühen.
  • Modeste Herwig stellt in „Farbberatung für den Garten“ 20 verschiedene Beete vor. Neben den Pflanzplänen mit Angaben zur benötigten Stückzahl sind auch Fotos dieser Beete in natura enthalten. Das Buch ist eines der wenigen guten Gartenbücher, das sich speziell mit Farbe im Garten beschäftigt.
  • „Beds and Borders“ von Richard Bird enthält viele Beispiele für verschiedene Gartensituationen. Nur wenige Beete sind allerdings als Fotos von Beeten in natura enthalten.

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