Gartengestaltung

Garten planen? – Kann man das selbermachen?

Garten planen

Garten planen braucht ein wenig Zeit, aber dafür ist das Ergebnis umso besser. An meinem Beispiel könnt Ihr sehen, dass Garten planen recht praktikabel sein kann. Worauf es beim Planen ankommt, fasse ich am Schluss nochmal zusammen.

Den Anfang für den Plan des Gartens machte mein Entwurf mit meiner Garten Idee. Nachdem stand für den Garten eine Unterteilung in Terrasse, Mittel-Garten und Mini-Bauerngarten fest. Nun durfte es endlich bunter werden. Welche Baumaterialien, Pflanzen, Farben sollen es denn sein, wenn ein wenig Südfrankfreich in den Garten einziehen soll? Lavendelblau, olivgrün, sandbeige und ein paar Rosatöne – ganz einfach, oder? So war ja auch die Idee. Und der Plan?

Für Terrasse und Weg wählten wir einen sandfarbenen Naturstein passend zur Hausfarbe. Als zusätzliches Baumaterial kam noch Holz hinzu. Das haben wir für den Beachplatz, Hochbeete und für das Holzdeck der Feuerstelle verwendet. Im Rückblick waren wir bei der Verwendung von Holz nicht einheitlich unterwegs. Beim Planen des Gartens ist mir da doch was durchgerutscht! Es gibt mittlerweile Eiche, Fichte, Robinie, Teak und Kastanie im Garten. Fällt aber nicht weiter auf! Denn ohne Behandlung sind draußen früher oder später alle Hölzer grau. Manche sagen auch Patina dazu. Und mach andere geben sich allergrößte Mühe, Holz auf künstliche Weise vergrauen zu lassen. Wer hätte das gedacht?

Weidenblättrige Birnen (Pyrus salicifolia ‚Pendula‘), auch als „Olive des Nordens“ bezeichnet, sollten dem Mittel-Garten Höhe und Sichtschutz verleihen. Ein Apfelbaum musste ebenfalls gepflanzt werden, da ein anständiger Garten eben auch ein Apfelbaum braucht. Holunder und Felsenbirne sind als Schattenspender und Sichtschutz im Mini-Bauerngarten vorgesehen. Lavendel, Kräuter, mediterranes Grünzeug und Rosen werden bei der Bepflanzung im Mittel-Garten die Hauptrolle spielen – so der ungefähre Plan.

Worauf kommt es beim Garten planen an?

Vor allem ein kleiner Garten gewinnt, wenn man den verfügbaren Raum plant. Eigentlich geht es nur darum, den Raum bestmöglich zu nutzen, so dass der Garten alle Funktionen und Wünsche erfüllt und gut aussieht und sich gut anfühlt. Dabei kommt es noch nicht darauf an, welchen Stil man sich wünscht. Denn aller Anfang sind gute Proportionen und fließende Formen und Linien. Den Anfang der Planung machen die Flächen aus, die „leer“ bleiben, sei es Rasen, die Terrasse, Kiesflächen oder auch die Wege. Unabhängig von Stil oder Geschmack sollten als Daumenregel höchstens ein Viertel bis ein Drittel der gesamten Fläche verbaut werden.

A good rule of thumb is to devote up to a third of the garden to hard landscaping, with „soft“ materials doing the rest.

Alan Titchmarsh

Für die jeweiligen Gartenformen (schmal, breit, quadratisch) gibt es „best practice“ Formen für die „Freiflächen“, an denen man sich am Anfang gut orientieren kann und den eigenen Bedürfnissen anpassen kann. Ob runde oder eckige Formen für einen kleinen Garten besser sind, bleibt Geschmackssache. Mit der Form von Terrasse, Rasen und Wegen steht und fällt das Garten planen. Denn damit sind grundlegenden Design-Prinzipien schon mal erfüllt.

For you to achieve the same result as a professional garden designer, you have to know something about basic design principles.

Robin Williams, ‚The Garden Designer‘

Mit den Design-Prinzipien sind Einheitlichkeit, Ausgewogenheit, Interessantes, Rhythmus und Bewegung gemeint. Das wird wohl aber mal ein eigener Artikel werden. Für den ersten Plan des Gartens reicht jetzt aber erstmal Papier, Stift und der Grundriss.

Auf meinen Pinnwänden bei Pinterest habe ich Ideen für die jeweiligen Gartentypen zusammen gestellt. Vielleicht ist ja auch für Deinen Garten was passendes dabei.

Garten planen

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